Fellpflege
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Die Fellpflege der Heiligen Birma

Immer wieder begegnet mir die Frage: “Die muss man bestimmt oft bürsten?!” Und immer wieder sind die Menschen erstaunt, wenn ich dies verneine. Darum hier einige Worte zum Thema “Fellpflege der Heiligen Birma”.

Das Fell der Heiligen Birma ist relativ pflegeleicht. Idealerweise hat die Birmakatze kein oder nur sehr wenig Unterwolle, die zum Verfilzen neigt. Deshalb genügt es, die Birma zweimal pro Woche zu bürsten. Auch wenn es Vertreter dieser Rasse gibt, die gänzlich ohne Bürsten gepflegt und hübsch aussehen, sollte man das Bürsten jedoch nie ganz weglassen. Denn eine Birmakatze (insofern sie daran gewöhnt ist), genießt die “Streicheleinheiten” mit der Bürste als sozialen Kontakt zwischen sich und ihren Menschen. Aus diesem Grunde raten wir zur Gewöhnung an die Bürste von klein auf an.

Während des Fellwechsels, meist im Frühjahr, ist es ratsam, die Heilige Birma täglich zu bürsten. Das tägliche Bürsten erleichtert ihr den Fellwechsel enorm. Außerdem werden so weitaus weniger Haare von der Katze verschluckt und man minimiert damit die Gefahr eines Darmverschlusses. Denn in der Zeit des Fellwechsels kommt für die Miez ganz schön was an loser Wolle zusammen.

Mason-Pearson-BuersteDie Wahl der richtigen Bürste ist von großer Bedeutung. Denn harte oder kratzende Bürsten und Kämme können der Birma den Spaß am Pflegeritual mit ihrem Menschen drastisch vermiesen. Bitte lassen Sie prinzipiell die Finger von Metallkämmen, dem Furminator oder Bürsten mit Metallzinken. In unserer Cattery hat sich die mit echten Wildschweinborsten und Nylon ausgestattete Mason-Pearson-Bürste bewährt. Unsere Katzen lieben sie und lassen sich seit Einführung dieser Bürste viel lieber und leichter bürsten. Auch wenn der Anschaffungspreis dieser Bürste sehr hoch ist, es ist eine einmalige Anschaffung über Jahre, die sich wirklich lohnt.

Ein paar Worte zum Furminator: Dieser wird gern im Zoohandel angeboten, ist aber für das feine Fell unserer Birmchen reines Gift. Bitte niemals zur täglichen Pflege verwenden! Nützlich ist der Furminator nur dann, wenn sich doch einmal ein Knötchen im Fell gebildet hat. Mit dem Furminator lässt sich dieses leicht lösen. Ein anderes Mittel zur Knötchenentfernung sind speziell im Zoohandel erhältliche Kämme mit routierenden Zinken. Knötchen bilden sich besonders gern im Winter, wenn die Birma richtig Fell aufgebaut hat, und dann meist an den Rückseiten der Hinterbeine oder in den “Achselhöhlen”.

BabybuersteDen Schwanz der Birmakatze sollte man nie bürsten. Das Fell am Schwanz sitzt zu locker und man würde mit der Bürste den Schwanz innerhalb kurzer Zeit “kahl kämmen”. Potente Kater neigen zum sogenannten Fettschwanz. Mauzi-WauziIn unserer Cattery hat sich das Einmasieren von “Speisestärke” an den fettigen Stellen des Schwanzes bewährt. Speisestärke bindet das Fett und es lässt sich nach einiger Zeit einfach ausbürsten. Aber Achtung: Für das Bürsten am Schwanz verwenden wir lediglich ganz weiche Babybürsten!

Prinzipiell kann man bei der Birmakatze von Zeit zu Zeit etwas Trockenshampoo in Form von Puder in das Fell einarbeiten. Dieses Puder, wir nehmen “Mauzi-Wauzi”, macht das Fell fluffiger und leichter kämmbar und Miez sieht damit aus wie ein “Wölkchen”.

Wirklich gebadet werden muss die Heilige Birma nicht. Es sei denn, es ist bei weichem Stuhlgang ein Malheur passiert. Wir haben in unserer Cattery immer wieder Vertreter, die sich die Prozedur eines Bades erstaunlich gut gefallen lassen. Zur routinemäßigen Pflege sollte aber das Bad einer Katze nicht gehören.

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