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Erziehung-KatzeDie Erziehung der Katze

Wer sich ein Haustier wünscht, dass er herumkommandieren und maßregeln kann, ist bei einer Katze sicher an der falschen Adresse. Eine Katze wird sich nie so erziehen lassen wie ein Hund, sie wird immer eigenständig und eigensinnig bleiben. Auch Schreien, Brüllen oder gar Handgreiflichkeiten sind nicht dazu geeignet, eine Katze oder ein anderes Haustier zu erziehen.

Grobe Behandlungen verursachen irreparable Schäden an der Katzenseele!

Als stolzer Besitzer eines kleinen Katzenbabys obliegt es Ihrer Verantwortung und Ihrem Einfühlungsvermögen, aus dem verspielten Fellknäuel eine Katze mit gutem Benehmen zu machen. Wenn du nicht willst, dass deine Katze über Tische und Bänke geht und die Gardinen von der Wand reißt, solltest du ihm von klein auf zeigen, dass ein solches Verhalten unerwünscht ist. Ein nachdrückliches NEIN und das Wegnehmen von dem “Tatort”, und dies in immer wiederkehrender, geduldiger Aufforderung, wird dem Kätzchen verdeutlichen, was von ihrem Verhalten nicht gewünscht ist. Zeigt das Kätzchen ein gewünschtes Verhalten, z. B. hat es mit Erfolg die Katzentoilette benutzt, dann lobe es ausgiebig!

Ein Lob bringt mehr als tausend Tadel!

Häufig wird Wasserspritzen als DAS Mittel in der Katzenerziehung gepriesen. Ich halte jedoch nichts davon. Denn bedenke: Wenn man mit Wasserspritzen der Katze signalisiert: “ Das, was du da gerade tust, das ist schlecht und ich wünsche es nicht”! - wenn man sich mit Wasser sich Respekt verschafft, dann wird die Katze mit dem Element Wasser nur negative Erlebnisse verbinden. Sollten es dann einmal notwendig sein, die Katze baden zu müssen, (z. B. weil die Katze Durchfall hat und ihr Po verschmutzt ist), dann wird man nicht nur mit lautstarkem Protest beim Baden von der Katze konfrontiert. Nein, sie wird kratzen und beißen und kann damit uns Menschen deutliche und schmerzhafte Verletzungen zufügen. Denn die Katze verbindet mit Wasser eine Strafe. Und sie wird verstört sein und kann nicht verstehen, dass Strafe durch Wasserspritzen und das Baden zwei paar Schuhe sind.

Vielmehr sollte man in der Katzenerziehung auf kluge erzieherische Tricks setzen:

  • Mit Zitronen- oder Orangenöl betupfte Stellen wird die Katze meiden, weil sie den Zitrusduft in ihrer Nase als unangenehm empfindet
     
  • Leere Getränkedosen auf dem Küchenschrank werden beim unerwünschten Hochspringen einen für Katzen ohrenbetäubenden Lärm verursachen (Katzen hören 10 mal besser als wir Menschen). Sie wird in Zukunft diesen Lärm mit dem Küchenschrank verbinden und ihn meiden. Notfalls wiederholt man dieses “Erschreckungsmanöver”, bis die Katze verstanden hat.
     
  • Auch kann mann die unerwünschte “Landebahn” der Katze mit Klebeband unbequem machen. Katzen mögen es überhaupt nicht, mit ihren Pfoten irgendwo festzukleben. Auch hier kann es nötig sein, das “Experiment” über einige Tage laufen zu lassen.
     
  • Unerwünschte Stellen des Kratzens können mit Alufolie umwickelt werden. Die Katze wird diese dann meiden. Belassen Sie die Alufolie so lange an ihrem Platz, bis die Katze den Kratzbaum oder das Kratzbrett zum Krallenschärfen angenommen hat.

Bedenke  auch die Möglichkeit, dass das Ignorieren von Katzenklo und Kratzbaum durch falschen Standorte ausgelöst werden kann. Nicht jede Katze akzeptiert das Katzenklo an jeder Stelle und nicht immer gefallen unseren Vierbeiner die Standorte, die wir für den Kratzbaum schick und wohnlich finden. Versuche  immer, sich in die Katze hineinzuversetzen. Oder würdest du eine Toilette benutzen, die direkt an einer “Hauptstraße” liegt und jeder Passant ins “stille” Örtchen hineinschauen kann. Allein schon der Name “stilles Örtchen” sagt richtig aus, dass eine Toilette ein abgelegener, ruhiger Ort sein soll. Gleiches gilt für die Katzentoilette. Man sollte diese immer in eine Ecke stellen, wo die Katze bei ihrer Notdurft wirklich ungestört ist.

Übrigens:
Eine Katze zeigt nie aus Böswilligkeit unerwünschtes Verhalten

KatzenerziehungEiner Katze sind Denkweisen wie: “Ich will meine Menschen ärgern.” oder “Ich mache das Jetzt, um es den Menschen mal richtig zu zeigen.” vollkommen fremd. In erster Linie möchte die Katze eines: Der Freund ihres Menschen sein und diesem auch imponieren. Zeigt eine Katze unerwünschtes Verhalten, kratzt sie die Möbel kaputt oder benutzt sie statt des Katzenklos lieber den Teppich oder die Badewanne, dann ist es in erster Linie ein Hilferuf. Im Leben dieser Katze stimmt etwas nicht, sonst würde sie das nicht machen!

Aufgabe des Besitzers muss es sein, genauestens zu überlegen, was sich im Leben der Katze geändert hat. Die Ursachen können vielschichtig sein, in jedem Fall lohnt das Nachdenken. Denn hat man den Grund für das unerwünschte Katzenverhalten gefunden, kann man in den allermeisten Fällen Abhilfe schaffen.

Hier einige Beispiele für häufige Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten:

  • Ein Umzug liegt hinter der Katze.
  • Ein Baby wurde geboren, die Katze ist eifersüchtig.
  • Die Katze war krank, hatte Schmerzen und hat mit bestimmten Orten bestimmte negative Erfahrungen gemacht.
  • Die Katze wird allgemein vernachlässigt und hat zu wenig Beschäftigung.
  • Der Katze wurde etwas verboten, was sie bisher immer durfte, z. B. das nächtliche Kuscheln im Bett des Frauchens.
  • Die Katze trauert um ihren verstorbenen Katzenkumpel.
  • Auch der Verlust einer menschlichen Bezugsperson durch Trennung oder Tod kann Auslöser sein.

Es gibt verschiedene, wirklich gute Literatur zu diesem Thema.

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