Impfungen
Facebook-Icon
Blog-Icon

Schutzimpfungen für Katzen

In letzter Zeit häufen sich die Stimmen der Impfgegner. Sie sehen eine Überforderung des felinen Immunsystems, die Gefahr von sogenannten injektionsassoziierten Fibrosarkome (also Tumore an den Einstichstellen der Impfungen) und eine “Geldmaschine” von Pharmaindustrie und Tierärzten. Letztlich muss jeder Tierhalter für sein Tier entscheiden, ob und was er impfen lässt.

Eines ist aber Fakt: Die Gefahr einer Katze, an Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Katzenleukämie zu erkranken ist um ein vielfaches höher als die Gefahr, von der Impfung selbst so krank zu werden, dass der Zustand lebensbedrohlich wird.

Ferner sollte man sich über die Impfungen informieren. Was ist wichtig und wird benötigt? Eine Katze, die ausschließlich in der Wohnung gehalten wird, braucht wahrscheinlich keine Tollwutimpfung (es sei denn, sie soll in Tierpensionen untergebracht werden oder über die Grenzen Deutschlands mit verreisen) Eine Katze, die von einem nachweislich FeLV-freien Züchterhaushalt stammt und auch im neuen zu Hause nur in der Wohnung lebt und keine freilaufenden Artgenossen trifft, benötigt sicher auch keine Impfung gegen FeLV.

Auch gibt es inzwischen mehr als 20 verschiedene Impfstoffe für Katzen auf dem deutschen Markt, die unterschiedlichste Haltbarkeiten des Impfschutzes ausweisen. Ein guter Tierarzt wird darüber fair und offen aufklären und nach dem Motto impfen:

“So viel wie nötig und nicht so viel wie möglich!”

Auf jeden Fall muss die Katze zum Zeitpunkt der Impfung gesund und frei von Parasiten sein. Deshalb wird der Tierarzt die Katze auch vor jeder Impfung gründlich untersuchen. Eine Impfung stellt für das Immunsystem eine Höchstleistung dar. Deswegen darf dieses empfindliche System nicht durch andere, bereits vorhandene “Arbeitsvorgänge” (= andere Krankheiten) abgelenkt und beschäftigt sein. Wird eine solche bestehende Krankheit übersehen und trotzdem geimpft, kann es zu schweren Impfkomplikationen bei der Katze führen.

Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Vet. für Katzen

(Stand Juli 2013)

Gegen diese Infektionen sollten Katzen immer geschützt sein: Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP), (Tollwut²)

Grundimmunisierung

(Als Grundimmunisierungen von Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren)

Im Alter von:

  • 8 Lebenswochen: RCP (Katzenschnupfen & Katzenseuche)
  • 12 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern
  • 16 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern³
  • 15 Lebensmonaten: RCP, Tollwut bei Freigängern

In einem höheren Alter  vorgestellte Tiere  erhalten ihre Impfungen in denselben Abständen. Ab einem Alter von 16 Lebenswochen ist eine einmalige Impfung bei Verwendung von Lebendimpfstoffen und eine zweimalige Impfung bei inaktivierten Impfstoffen im Abstand von 3 - 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach 1 Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.

Wiederholungsimpfungen

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

  • Tollwut: In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung v. 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.
  • RCP: Für die Mehrzahl der in Deutschland zugelassenen Kombinationsprodukte sind jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen.
  • Für die Katzenseuche-Komponente sind Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren ausreichend. Für die Katzenschnupfen-Komponente werden Wiederholungsimpfungen im Abstand von 1 Jahr empfohlen. Bei Katzen, die keinem hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind (z. B. Wohnungskatzen), ist eine Wiederholungsimpfung der Katzenschnupfenkomponente im Abstand von 2 Jahren ausreichend.

Impfungen gegen diese Infektionen empfiehlt der Tierarzt individuell je nach Lebensumständen des Tieres und/oder aktueller Seuchenlage:

  • Bordetella bronchiseptica
  • Chlamydien
  • Feline Infektöse Peritonitis (FIP)
  • Leukose
  • Pilzinfektionen

² Gegen Tollwut geimpfte Tiere sind gemäß der derzeit gültigen Tollwutverordnung (Tollwut-VO) nach Kontakt  mit einem an Tollwut erkrankten Tier besser gestellt als nicht geimpfte Tiere.

³ Die im Alter von 16 Lebenswochen empfohlene zweite Impfung geht über die gesetzliche Anforderung hinaus.

Die Kitten unserer Cattery verlassen mit folgenden Impfungen ihre Kinderstube:

2 x gegen Katzschnupfen - Katzenseuche
1 x Tollwut nur dann, wenn das Kitten mit anderen freilaufenden Haustieren Kontakt hat oder mit dem blauen EU-Pass auszieht oder - der zukünftige Besitzer darauf besteht.

Unsere Babys ziehen grundsätzlich mit dem gelben, nationalen Impfpass aus. Nur auf Wunsch der zukünftigen Adoptiveltern erhält das Baby den blauen EU-Pass.

Weiterführende Impfempfehlungen erhaltet ihr direkt bei der Übergabe eures Katzenbabys, eurer Katze, auch in schriftlicher Form.

Willkommen   Kontakt   Gaestebuch   Impressum   Links