Katzenwohnung
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Die Katzenwohnung - artgerechte Haltung von Wohnungskatzen

Wohnung-1Wenn du eine Katze in deiner Wohnung bzw. deinem Haus aufnimmst, dann wird sich mit ziemlicher Sicherheit einiges ändern. Denn eine Katze - und hier vor allem die reine Wohnungskatze - braucht eine ihr angepasste Umgebung, um wirklich glücklich zu sein. Und der Halter muss sich daran gewöhnen, seine gesamte Wohnung mit seiner Birma zu teilen. Denn die Katze wird immer wieder die  Nähe und den körperlichen Kontakt ihres Menschen suchen.

Katzenhaare auf der Couch und auf dem Boden sollten nicht stören. Trotz regelmäßigem Bürsten verlieren alle Katzen - egal welcher Rasse, Wohnung-2je nach Jahreszeit mehr oder weniger Haare. (Während des Fellwechsels natürlich mehr) Eine Fusselbürste oder ein Fusselroller wird wahrscheinlich bald zu Haushaltsausstattung dazu gehören. Auch muss man sich an herum liegende Spielmäuse, Spielbälle, Papierkugeln oder anderes Katzenspielzeug gewöhnen. Eine Wohnungskatze braucht Spielmöglichkeiten, um ihrem natürlichen Spieltrieb befriedigen zu können und die große Wohnung-3Jagd ihrer freilebenen “Katzengeschwister” nachzuspielen. Auch ein Kratzbaum und andere Kratzmöglichkeiten (Kratzecken, Kratzwände, Kratztürme, Cat-Walk-Systeme) müssen geschaffen werden. Ansonsten könnten geliebte Tapeten oder Teppiche und Polstermöbel unter den Krallen der Katze leiden. Ist einmal ein Objekt oder eine Wand als Kratzstelle ausgeguckt, lässt sich die Katze kaum mehr davon abbringen. Beim Kauf eines Kratzbaumes gilt zu bedenken, dass alle Katzen die hohen Plätze am liebsten mögen. Kleine, niedrige Kratzbäume sind meist Fehlinvestitionen und werden kaum angenommen.

Besonders beliebt sind sogenannte Cat-Walk-Systeme. Das sind versetzt an der Wand angebrachte, meist bis unter die Zimmerdecke reichende, Liegeplätze, Hängematten und Brücken. So kann die Katze ihren Klettertrieb ausleben und von oben ganz bequem auf ihren “Hofstaat” herab blicken. Auch als Rückzugsort sind diese hohen Liegeplätze bestens geeignet, um sich z. B. vor Bello oder auch den Kindern der Familie “zu retten”, um ungestört ein Schläfchen zu halten.

Apropo Schlafen: Schlafmöglichkeiten müssen der Katze mehrere angeboten werden. Am besten werde diese angenommen, wenn sie nicht auf den Boden sind. Stellen Sie Schlafkörbchen lieber höher, z. B. auf die breite Fensterbank. So liegt Ihr Liebling erhöht und kann draußen die Vögel und Menschen beobachten und sich bei Sonnenschein den Bauch bräunen lassen. Bei einer Heiligen Birma und auch der Britisch Kurzhaar muss man damit rechnen, dass sie nachts am liebsten auch im Bett ihres Menschen schlafen möchte. Diese Rassen lieben die menschliche Nähe und kuscheln sich liebevoll an uns heran. Möchte man dies nicht, dann darf man es ihr auch nicht nur für eine einzige Nacht genehmigen. Einmal im Schlafzimmer, wird sie dieses Recht dann täglich einfordern. Einmal Bett - immer Bett!

Balkon_katzensicher_1Ist ein Balkon oder Garten vorhanden? Dann genehmige deiner Wohnungskatze ein wenig Auslauf. Sichere diesen aber mit Katzennetzen (Foto links), denn auch unsere noch so friedliche Birma oder Britin sind kleine Raubkatzen und ihr Jagdinstinkt ist nicht weggezüchtet! Den Auslauf und die frische Luft wird die Katze lieben. Katze-an-LeineSo erfährt sie den Wechsel der Jahreszeiten, nimmt Gerüche und Geräusche wahr, die ihr in der Wohnung verborgen bleiben. Das bringt Abwechslung und Spannung in ihren Alltag und stärkt zudem die körpereigenen Abwehrkräfte. Wer möchte schon immer in trockener Heizungsluft leben und nie frische Frühlingsluft tanken können? Auch die Gewöhnung an Geschirr und Leine ist durchaus möglich und gar nicht so selten. Einige unserer “Weißen Fee’n” sind “Leinenkatzen” und genießen so manche Stunde bei Sonnenschein gemeinsam mit ihrer Familie draußen im Garten (siehe Foto rechts).

Für selbstverständlich ist auch, ein Katzenklo in der Wohnung aufzustellen, welches die Katze immer erreichen kann. Dabei gilt: Pro Katze mindestens eine Toilette. Diese sollte mit hochwertigem Katzenstreu gefüllt sein. Ich empfehle feines klumpenbildendes Katzenstreu. Die Katzentoilette sollte mindestens täglich, bei mehreren Katzen entsprechend öfters von den Klumpen befreit werden. Außerdem ist sie einmal wöchentlich komplett zu reinigen. Penible Katzen-Klo-Hygiene beugt schweren Krankheiten vor, spare also nicht damit.

Noch eine Anmerkung zum Abschluss dieses Themas:
Jede noch so luxeriöse Ausstattung ersetzt nicht die tägliche Beschäftigung mit der Katze. Sie benötigt geistige Beschäftigung beim gemeinsamen Spiel, um wirklich ausgeglichen zu sein und artgerecht gehalten zu werden. Hervorragend eignet sich auch das Clickertraining, worauf ich auf einer gesonderten Seite eingehen werde.

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