Kasper Teil 3
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When a king is born

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Vorwort

Nun ist es ja schon ein Weilchen her, als wir das letzte Mal etwas von Kasper und seinen Abenteuern rund um Weihnachten gehört haben, aber was soll ich sagen: Es gibt ihn natürlich noch! Erwachsen ist er geworden, wenn ich ihn so durch mein Fenster beobachte. Fast majestätisch, wie er unten die Straße entlang schreitet. Etwas runder ist er geworden, etwas gesetzter, viel überlegter und wohl auch etwas ruhiger. Ich seh ihn noch, wie er vor vielen Jahren mit der kleinen Lisa aus der Wohnung über mir durch den Schnee tollte und frierend und zitternd wie ein kleiner Eiszapfen nach Hause kam…

Ich muss grinsen, während ich überlege, was sich so verändert hat in den letzten Jahren. Eigentlich sind sie alle noch da: mein Nachbar natürlich (heute sind wir gute Freunde), auch Miss Jane, seine Rekordkatze betrachtet sich nach wie vor ganztägig im Spiegel und findet sich schön. Sie mag nur meinen Kasper nicht – er sieht wohl etwas zu gewöhnlich für ihre Ansprüche aus.

Lisa und Kevin haben im Sommer geheiratet und Finn-Luca, der Sohn von Susanne und Bernd, ist heute acht Jahre und an sich ein richtig netter kleiner Kerl geworden.

Familie Kropius feiert immer noch ein recht chaotisches Weihnachten, aber inzwischen gelingt es Kasper, sich dem Trubel zu entziehen. Er feiert dann doch lieber bei uns. Bei uns? Ja, klar, bei uns! Annett ist jetzt bei Kasper und mir und bleibt hoffentlich für immer. Sie brachte viele neue Dinge mit – aber davon erzähle ich Euch vielleicht das nächste Mal…. Oder im Sommer….

Ich möchte Euch heute eine neue Geschichte von Kasper erzählen.

Die Story klingt so unglaublich, dass selbst ich beim Nachforschen alle Beteiligten mehrfach befragen musste und dennoch schwöre ich, dass sich alles genauso zugetragen hat, wie ich es Euch jetzt erzähle. Sollten Euch beim Lesen irgendwelche Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen auffallen…. Es ist Weihnachten!

Weihnachtszweige

Freitag, 9. Dezember, 10:27 Uhr

Ausgerechnet jetzt! Lisa kam soeben und dieser Kater ist mal wieder nicht da! Verdammt! In zehn Minuten kommt das Taxi! Ich laufe noch einmal zum Fenster, schaue hinunter auf die Straße, Nichts. Weit und breit kein Kasper! Und er kommt doch immer um diese Zeit!

Annett kommt aus dem Badezimmer. „Hast Du die Tickets? Die Pässe?“

Sicherheitshalber schau ich noch einmal nach – wohl zum achtzehnten Mal in der letzten Stunde. „Ja Hase, alles da! Es kann losgehen!“

Zum ersten Mal in unserem Leben werden wir Weihnachten nicht zu Hause feiern… Ich kann mir in keinster Weise vorstellen, wie Weihnachten weg von daheim sein wird, aber in vier Stunden wird unser Flieger nach den Seychellen abheben und uns erst in der heiligen Nacht zurückbringen. Verrückt, was? Ich hätte es gerne anders geplant, aber Ihr kennt das ja: Da ist diese Idee, dann ein Last-minute-Angebot und erst sehr viel später begreift man, was man sich angetan hat. Egal! Nun ging es los.

Lisa will sich um Kasper kümmern, ihn versorgen, wenn wir nicht hier sind und nun kommt er nicht! Was ist denn nun wieder los mit dem Kerl? Ein etwas ungutes Gefühl beschleicht mich, als wir uns dennoch von Lisa verabschieden – wir müssen los! Lisa verspricht, nach Kasper Ausschau zu halten und wir sollten uns keine Sorgen machen.

Keine Sorgen machen... wie leicht ist das gesagt. Gerne hätte ich Tschüss zu meiner kleinen Katze gesagt. Ich war noch nie so lange weg und was soll Kasper denken, wenn plötzlich alle weg sind und nach dem gewohnten kurzem Kratzen an der Wohnungstür niemand öffnet? Dazu kommt noch, dass Kasper offenbar neuerdings eine Freundin zu haben scheint! Immer öfter sah man sie auf der Straße zu zweit: den Kasper und eine besonders hübsche Katzendame, welche ich selbst noch nie hier in der Gegend gesehen hab. Kaspers neue Freundin ist schwarz, mit einer weißen Blesse auf der Stirn und einer roten Schwanzspitze und roten Pfötchen, genau das Rot, welches auch Kaspers Fellkleid ziert.

Ich hoffe, dass alles gut geht und wir steigen in unser Taxi. Langsam verschwindet unser Haus und dann die ganze Straße im Nebel eines leichten, einsetzenden Schneefalls an diesem Dezember-Vormittag…

Weihnachtszweige

Freitag, 9. Dezember, 18:37 Uhr

Verdammt! Kasper blickt zum Himmel. Schon wieder dunkel! Schon wieder den ganzen Tag vertrödelt! Und er wollte doch pünktlich zuhause sein! Wenigstens einmal! Geduckt und an die langen Häuserzeilen gepresst läuft Kasper durch die Dunkelheit, überquert vor Lady Jane , der hübschen Nachbarskatze, die Straße – er weiß, dass sie ihn durch die Scheiben beobachtet und wütend faucht – und schlüpft schließlich durch die immer einen Spalt weit offenstehende Haustür seines Hause. In der ersten Etage wohnt Kasper. Er kratzt kurz an der Tür und …… nanu? Er kratzt noch einmal, dann noch einmal und wiederholt das  Ganze schließlich eine ganze Stunde lang. Heute öffnet niemand die Tür.

Kasper ist irritiert und leckt sich zunächst die rechte Vorderpfote: Was soll DAS denn, denkt er wohl und kratzt schließlich weiter. Die Tür aber bleibt geschlossen.

Froh ist er, als Lisa irgendwann durch das Haus läuft und den Kater findet! „Mensch Kasper! Da biste ja! Wo warst’n Du? Komm, ich nehm dich mit!“

Sie nimmt Kasper auf den Arm und trägt ihn zunächst eine Etage höher in die Wohnung ihrer Mutter. Morgen würde sie ihn dann zu sich mitnehmen.

Weihnachtszweige

Samstag, 10. Dezember, 7:05 Uhr

Kasper ist unruhig. Er muss zurück! Sie wartet sicher schon und er ist hier eingesperrt! Nervös läuft Kasper in Frau Kröpius Wohnung auf und ab. Lisa wolle ihn mitnehmen! Ja wohin denn? Er wohnt doch nur eine Etage tiefer. Kasper kann nicht verstehen, dass sein Heim einige Zeit für ihn versperrt bleiben würde und wartet nur darauf, dass Frau Kropius in einem unachtsamen Moment ihre Wohnungstür öffnet. Dieser Moment kommt, als der Postbote klingelt. Kasper entwischt ins Haus, läuft die Treppen hinunter und verharrt für einen Augenblick an seiner Wohnungstür. Kratzen? Er überlegt eine Weile. Nein, sie wartet.

Kasper läuft los. Er muss zu Mimi. Zu dieser kleinen, schwarz-weiß-roten Katzendame, die nun schon einige Wochen seine feste Freundin ist …

Weihnachtszweige

Freitag, 16. Dezember, 17:05 Uhr

Kasper sitzt auf einer Mülltonne und schaut hinauf zu seinem Fenster, welches seit einigen Tagen dunkel ist. Er versteht nicht, was passiert ist und beobachtet die Menschen um ihn herum. Sie haben sich nicht verändert. Sie hasten vorbei, betrachten sich in ihren Smartphones, reden und lachen. Alles ist wie immer, nur, dass Kasper kein Zuhause mehr hat. Traurig springt er von der Tonne und geht zurück zu Mimi. Heute würde er nicht an der geliebten Wohnungstür kratzen.

Weihnachtszweige

Mittwoch, 21. Dezember, 0:38 Uhr

Kasper hat aufgehört zu zählen, wie oft er in den letzten Tagen in seinem Haus war, um an der Wohnungstür zu kratzen. Kasper friert, er ist hungrig und er ist voller Sorge um Mimi. Sie hat offenbar noch viel mehr mit dieser Kälte – vor allem in den Nächten – zu kämpfen. Mimi hat kein Zuhause. Sie wohnte bis zum Herbst bei der alten Frau Heine. Die ist gestorben. Seitdem ist Mimi allein. Manchmal wird sie noch von den Nachbarn gefüttert, aber das wird immer seltener. Mimi wohnt unter der Treppe zur alten Bäckerei. Auch dort ist es kalt, aber wenigstens windgeschützt und man kann beobachten, wenn jemand von den Menschen irgendetwas Essbares verliert oder weg wirft. Kasper wacht auf. Irgendein Geräusch auf der Straße. Er rutscht ganz nah an seine Freundin heran, so können sie sich gegenseitig wärmen. In Mimis Bauch bewegt sich irgendetwas, was Kasper nicht deuten kann. Er macht sich Sorgen. Mimi ist verändert in den letzten Tagen und er weiß nicht, was ihr fehlt. Irgendwann schläft Kasper wieder ein…

Weihnachtszweige

Freitag, 23. Dezember, 14:22 Uhr

Unvermittelt faucht Mimi den Kasper an. Er weiß nicht, was er falsch gemacht hat, aber es scheint mit dem Zappeln in Mimis Bauch zusammen zu hängen.

Weihnachtszweige

Samstag, 24. Dezember, 19:45 Uhr, vier Stunden bis zu unserer Rückkehr

Festliche Lichter hinter den Fenstern, überall Musik, fröhliche und lachende Menschen, obwohl es heute in Strömen regnet. Durch diese feierliche Stimmung laufen langsam und bedrückt zwei kleine, unscheinbare Katzen: eine Rote, der Kasper und eine schwarz-weiß-rote die Mimi. Sie wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die Treppe unter der alten Bäckerei ist durch den Regen überflutet – dort können sie nicht bleiben. Mimi möchte am liebsten ganz alleine sein. Sie hat Wehen und Kasper ist ihr jetzt keine Hilfe. Verwirrt läuft er ihr nach und weiß nicht, was er tun soll. Er ahnt, dass Mimi Hilfe braucht! Oder wenigstens einen warmen Ort! Oder wenigstens etwas Essbares!

Sie laufen Tür um Tür, Straße um Straße ab und finden heute nirgendwo eine Möglichkeit, um ins Warme zu schlüpfen. An einem offenem und hell erleuchteten Hauseingang, auf den Kasper zugeht, bekommt er einen kräftigen Tritt und wird mit den Worten „Hau ab, du blödes Katzenvieh!“ zurück in die Nacht befördert. Schnell vergisst Kasper den Schmerz beim Anblick seiner Mimi, die sich vor Wehen jetzt  krümmt.

Weihnachtszweige

Samstag, 24. Dezember, 21:45 Uhr, zwei Stunden bis zu unserer Rückkehr

Lady Jane, meines Nachbars kätzische Schönheitskönigin, sitzt an ihrem Fenster und faucht und knurrt. Sie tut das nicht laut – Königinnen reden niemals laut! Sie knurrt und faucht sehr leise und bedächtig und mein Nachbar als ihr menschlicher Lakai weiß sofort, dass etwas mit Ihrer Majestät nicht stimmt. Er kommt zum Fenster, streicht seiner Katze vorsichtig über das Fell und fragt, während er in die regnerische Nacht schaut: „Na Lady Jane? Kommen sie schon?“ Er weiß, dass wir heute zurück kommen, wollte warten und noch ein paar Minuten Weihnachten mit uns feiern nach unserer langen Reise.

Er bemerkt die noch dunklen Fenster im gegenüberliegendem Haus und sagt: „Jane, Du bist zu früh, das dauert noch etwas!“ Er hat sich schon abgewendet, da bemerkt er aus dem Augenwinkel auf der Straße etwas Ungewöhnliches. Er kommt zurück zum Fenster, schaut und ruft: „Das gibt es doch nicht! Kommt doch mal alle her!“ Auf sein Rufen hin drängen sich Sekunden später die Familie meines Nachbarn und deren Gäste am Fenster und schauen auf ein Szenario, welches augenblicklich alle Fröhlichkeit verstummen lässt: Da sitzen mitten in der Nacht zwei Katzen mitten auf der Straße, völlig durchnässt und schauen in die erste Etage vom Nachbarhaus, wo es Nichts zu sehen gibt als eine lange Reihe dunkle Fenster …

Nun bemerkt es mein Nachbar: „Das ist der Kasper!“ ruft er und läuft zur Tür. Kasper und Mimi lassen sich in ihrem Zustand nicht lange bitten. Es ist viel zu kalt für Gegenwehr, sie sind durchnässt und hungrig und Mimi … Mit einem Blick hat mein Nachbar die Situation erfasst: „Ach du meine Güte! Ist das deine Freundin, Kasper? Du weißt aber schon, dass sie schwanger ist und so wie das aussieht, nicht mehr lange, denn die hat Wehen!“

Nun geht alles sehr schnell. Mein Nachbar sagt zu Kasper: „Also ein großes Zimmer kann ich euch nicht geben, du weisst ja, Lady Jane und der Besuch, aber hier, im Nebenraum!“ Schnell ist im ehemaligen Kinderzimmer ein Lager aus Decken bereitet, die Heizung aufgedreht und ein Futternapf gefüllt. Über die Körper der beiden Tiere streicht zum ersten Mal seit langem eine wohlige Wärme.

Mein Nachbar beobachtet Mimi eine Weile und sagt schließlich zu Kasper: „Mein Freund, du wirst das Zimmer jetzt wohl verlassen müssen. Deine Freundin hat was zu erledigen und ich glaube nicht, dass die dich dabei haben will…“

Minuten später findet sich Kasper in der Küche meines Nachbarn wieder – sehr zum Unmut von Lady Jane, welche nun sichtlich erbost an der Küchentür auf und ab patroilliert und auf einen günstigen Zeitpunkt zur Kriegserklärung an die Eindringlinge wartet.

Weihnachtszweige

Sonntag, 25. Dezember, 1:45 Uhr, zwei Stunden nach unserer Rückkehr

Wir sind tot. Wir sind erledigt. Wir wollen keinen Schritt mehr gehen. 16 Stunden Flug liegen hinter uns. Annett hat es irgendwie geschafft, uns einen Kaffee zu kochen. Nun stehen wir am Fenster und schauen hinaus in die Weihnachtsnacht. Es war ein Traum-Urlaub. Nur Eines fehlte: das weihnachtliche Zuhause und wir werden sowas mit Sicherheit kein zweites Mal tun. Ich denke an meine Familie, ob sie wohl schon alle schlafen, will alle noch anrufen, doch heute fehlt einfach die Kraft. Kasper fällt mir ein. Was er wohl macht? Ich weiß nicht, was passiert ist in den letzten Tagen und hoffe, dass es ihm bei Lisa gut geht.

Es klingelt an der Tür. Ich schau auf die Uhr. Jetzt noch?

Es ist mein Nachbar. Er steht grinzend in der Tür, wünscht uns eine frohe Weihnacht und sagt: „Übrigens, ich bringe Euch die Weihnachtsbotschaft, nein falsch, ein anderer bringt sie euch! Ihr müsst mitkommen!“ Und als wir in Anbetracht unserer überstandenen Reise zögern, ruft er forsch und nunmehr etwas lauter: „Jetzt!“

Wir ziehen irgendwas über und gehen irgendwie hinter ihm her, über die Straße in seine Wohnung. Wir sind übermüdet und hoffen, jetzt nicht noch Weihnachten feiern zu müssen…

Weihnachtszweige

Sonntag, 25. Dezember, 1:52 Uhr, zwei Stunden und sieben Minuten nach unserer Rückkehr

Wir stehen ungläubig im ehemaligen Kinderzimmer meines Nachbarn und können die Szenerie nicht fassen. In einer dicken Decke liegt eine schwarze Katze mit weißer Blesse und einem leuchtenden Rot an Pfoten und Schwanzspitze und ich erkenne die Mimi. Kasper war die letzte Zeit auffällig oft mit ihr unterwegs. Vorsichtig schiebt mein Nachbar die Decke beiseite. Friedlich nuckelnd erblicke ich unter Mimi ein einziges, rotes Katzenkind. Kasper sitzt in gebührendem Abstand zu Mimi in der Zimmerecke und beobachtet uns. Mir fällt auf, dass das kleine Katzenkind genauso aussieht wie er. Ich sehe meinen Nachbarn an: „EIN Katzenkind nur? Und…. War DER das?“ und zeige dabei auf Kasper.

Mein Nachbar nickt. „Nach dem, was ich über Katzen weiß – und ich weiß fast alles – spricht alles dafür. Wir haben die beiden heute Abend gefunden, die Mimi und den Kasper. Offenbar müssen sie so einiges in den letzten Tagen erlebt und überstanden haben. Übrigens……. Der Nachwuchs der Beiden, das ist ein kleiner Kater!“

Ich drücke meinem Nachbarsfreund dankbar die Hand. Morgen würden wir unsere kleine Katzenfamilie zu uns  holen.

Weihnachtszweige

Sonntag, 25. Dezember, 18:30 Uhr, ”Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” im Fernsehen

Uns geht es etwas besser, langsam klingen die Strapazen unserer langen Reise ab. Wir werden wohl noch einige Tage brauchen, um wieder ganz die Alten zu werden.

Mimi liegt mit dem Katzenbaby drüben in einer Kiste voller Decken neben dem Ofen. Kasper tut das, was er seit Monaten nicht mehr getan hat: Er liegt auf dem Schrank und beobachtet. Erst Mimi, dann Annett, dann mich und dann wieder von vorn. Er hat heute die Wohnung nicht verlassen und wird das auch in den nächsten Tagen nicht tun.

Von Lisa habe ich erfahren, dass sich niemand um Kasper kümmern konnte. Wenn ihn jemand sah, dann immer nur kurz und immer nur mit Mimi. Ich erfuhr auch von dem stundenlangem Kratzen an der Wohnungstür und auch davon, wie oft Kasper unten auf seiner Mülltonne saß und zu uns hoch blickte.

Mich beschleicht ein schlechtes Gewissen. Ich hebe meinen roten Kater vom Schrank, trage ihn auf dem Arm durch die Wohnung und weiß, dass ich ihn nicht mehr alleine lassen werde. Er schaut mich mit seinen grünen Augen an und schnurrt leise, so als verstünde er, was ich sagen will.

Kurze Zeit später besuchen uns Lisa, ihr Mann Kevin und ihr Neffe Finn-Luca. Irgendwann steht Lisa an der Kiste mit Mimi und ihrem Katzenkind und schaut lange hinein. Irgendwann sagt sie: „Wir sollten den Kleinen Jesus nennen!“ Und als sie unsere verduzten Blicke bemerkt: „Naja, so wie in der Bibel! Diese Geschichte von der Weihnachtsnacht! Es ist alles genauso passiert!“

Annett sagt: „Jesus? Hey, find ich cool!“

Und Finn-Luca: „Jaa, Jesus ist ein voll gechillter Name! Aber bitte Englisch ausgesprochen!“

Krippe

Und so, liebe Freunde, kam es, dass auch bei uns Weihnachten ein kleiner König geboren wurde – auch, wenn es diesmal nicht Bethlehem war. Es könnte überall passiert sein und sich so oder so ähnlich zugetragen haben. Es ist Weihnachten und ich wünsche Euch allen schöne Festtage.

Bis demnächst, Euer Erzähler im Auftrag von Kasper (mit Frau Mimi und Sohn Jesus – englisch ausgesprochen!!!!)

Weihnachtszweige

Mögen all unsere Freude, egal ob mit zwei oder vier Beinen, egal ob arm oder reich, ein warmes und friedliches Weihnachtsfest feiern können und wer in Sorge ist, in Not, der möge auf Menschen mit Herz treffen, die nicht nur in der Weihnachtszeit die helfende Hand reichen.

die Cattery „von der weißen Fee“

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