T²-Wurf

"von der weißen Fee"
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 Themenwurf
„Sternenkinder und Kämpfergeist“
geb. zwischen dem
23. und 25. April 2021
Heilige Birma

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle unseren U²-Wurf vorstellen. Jedoch habe ich mich aufgrund der außergewöhnlichen Situation dazu entschlossen, aus diesem Wurf einen Themenwurf mit dem Thema „Sternenkinder und Kämpfergeist“ zu machen. Eine solche Tragödie musste ich in 16 Jahren Zucht noch nie erleben.

Bevor ich  schildere, was mich dazu bewogen, möchte ich ein paar Worte an all diejenigen richten, die (sicher mit Recht) sehnsüchtig auf ihre Birmababys warten. Wie bei jedem Züchter so gibt es auch in meiner Cattery eine enorm große Nachfrage nach Jungtieren. Die Wartezeiten sind lang und das ist mit Sicherheit für jeden Interesssenten eine unschöne Situation. Immer wieder werde ich gefragt: „Können Sie mir nicht wenigstens in etwa sagen, wann wir an der Reihe sind?“.  „Nein, ich kann eben keinen Zeitpunkt nennen!“ Dieser Wurf ist das beste Beispiel dafür, warum kein Züchter einen Zeitpunkt nennen kann. Auch ein Züchter freut sich wie Bolle auf jeden Wurf, hat Wünsche, Hoffnungen, Pläne. Und dann kommt die Natur und macht alles zunichte! Zerstört innerhalb weniger Stunden über Jahre mühsam geleistet Zuchtarbeit. Alles erplatzt wie eine Seifenblase. Nicht nur für euch Wartende, nein, auch für uns Züchter. Deshalb die Bitte an alle, die auf Babys aus meiner Cattery warten: Habt bitte Geduld und versteht, dass die Zucht von Tieren keine Fertigung von Waren ist. Zucht bedeutet arbeiten mit, manchmal auch gegen die Natur. Nicht immer gewinnt der Mensch! Die Natur zeigt , wie mächtig sie ist und dass wir Menschen verlernt haben, ein Schicksal als solches anzunehmen. Wir können zum Mond fliegen, können ein 5G-Netz ausbauen, können die meisten Krankheiten heilen und trotzdem sind wir nicht Gott und müssen uns mitunter der Gewalt der Natur beugen.

Die Geburt ihrer Kinder war für meine Jamie eine qualvolle und schmerzliche Erfahrung. Die Babys kamen leider 3 bis 8 Tage zur früh zur Welt. Die Geburt zog sich über vier Tage hin. Grund für die zu frühe Geburt war mit Sicherheit, dass die Plazenten der Babys zu früh alterten und ihre Funktion einstellten. Im Ergebnis musste Jamie drei von vier Babys tot gebären. Ein viertes Baby kam reglos, aber noch mit Körperspannung an.

Mir gelang es, dieses Baby zu reanimieren. Es zeigte bereits deutliche Blaufärbungen und Schwellungen im Bereich der hinteren Gliedmaßen. Das Foto zeigt Jamie wenige Stunden nach der Geburt mit dem lebenden Baby. Dieses Baby kämpft nun seit 6 Tagen ums Überleben. Es ist ein Wunder, dass dieses Baby neben seinen drei toten Geschwistern im Bauch der Mama überlebte. Was für eine kleine Kämpferin! Deshalb gab ich ihr den Namen Hermine = „Die Kämpferin“.

Der Mama ging es nach der Geburt sehr, sehr schlecht. Sie hatte mehrere Tage sehr hohes Fieber und die Reinigung der Gebärmutter ging nur schleppend voran. Wir mussten auch bei der Mama mit dem Schlimmsten rechnen. Sie stellte die Futteraufnahme komplett ein, fühlte sich nicht in der Lage, sich um ihr lebendes Baby zu kümmern. Auch Milch hat die Mama leider gar keine.

Fünf Tage nach der Geburt geht es Mama Jamie zum Glück viel besser. Sie ist fieberfrei, beginnt mit der Futteraufnahme und – welch Wunder!!! – sie scheint etwas Milch zu bekommen und kümmert sich inzwischen liebevoll um ihre Tochter. Auch das Verhältnis zwischen Jamie und mir hat sich deutlich gebessert. Hat mich die Mama die ersten Tage sogar gebissen, wenn ich ihr Baby zum Füttern nehmen wollte, so hat sie inzwischen das Vertrauen in mich gefasst, dass ich ihrer Tochter nichts Böses antun werde. Sie  kommt zur Flaschenfütterung immer mit mir mit, legt sich direkt neben mich und wartet geduldig, bis die Kleine ihr Fläschchen getrunken hat. Dann putzen wir den Zwerg gemeinsam, bevor Jamie ihr Baby wieder liebevoll wieder in Empfang nimmt.

Ob das Baby überleben wird, wag ich noch nicht zu sagen. Nach einer Woche auf dieser Welt hat die kleine gerade mal 65 g, das sind 15 g weniger als ihr Geburtsgewicht. Wir kämpfen mit ihr gemeinsam diesen Kampf auf den Weg ins Leben und hoffen innigst, dass Hermine diesen Kampf gewinnt.

Wer gern liest und wissen möchte, wie diese Tage ich als Züchter empfunden habe, kann in meinem Tagebuch nachlesen, wie die Ereignisse sich aneinander reihten. Es ist viel Lesefutter mit vielen Emotionen!

Die Eltern dieses Wurfes:

Der Papa

Obi-Wan von der weißen Fee
Farbe: chocolate-point

Die Mama

Jamie-Ellen von der weißen Fee
Farbe: blue-torbie-point

Jamie brachte 2 Buben und 2 Mädchen auf die Welt


Rasse: 
           Heilige Birma
Name:            Wega von der weißen Fee
Geschlecht:   weiblich
geb. am:          23. 04. 2021

Wega ist ein Stern im Sternbild „Leier“. Der Name Wega bedeutet „gefallener Adler“.

Geburtsgewicht 99 g

Wega ist leider ein Stern am Himmel.

Wega kam als Sternenkind zur Welt.


Rasse: 
           Heilige Birma
Name:            Sirius von der weißen Fee 
Geschlecht:   männlich
geb. am:          24. 04. 2021

Ein Stern an unserem Himmel hat den Namen Sirius. Dieser Stern gerhört zum Sternbild  „Großer Hund“ und bedeutet „kleiner König“.

Geburtsgewicht 122 g

Sirius ist ein Sternenkind.

Sirius kam tot zur Welt und ist damit ein Sternenkind.


Rasse: 
           Heilige Birma
Name:            Hermine von der weißen Fee
Geschlecht:   weiblich
geb. am:         * 24. 04. 2021   † 03. 05. 2021

Der Name „Hermine“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Die Kämpferin“.

Geburtsgewicht 80 g
mit 1 Woche 65 g
Sterbegewicht 56 g

Hermine hat ihren Platz hinter dem Regenbogen gefunden und nun ist nun wieder mit ihren Geschwistern vereint.

Das Leben von Hermine kann im Tagebuch nachgelesen werden.

 

„Die Vögel aber singen,
wie sie gestern sangen.

Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf. Nur Du bist fortgegangen.
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glück.“
Goethe

 

Rasse:            Heilige Birma
Name:            Regulus von der weißen Fee
Geschlecht:   männlich
geb. am:          25. 04. 2021

Der Name „Regulus“ bedeutet „kleiner König“. Regulus ist ein Stern im Sternbild „Löwe“.

Geburtsgewicht 79 g

Regulus hat leider seinen Platz im Himmel gefunden.

Regulus kam tot als Sternenkind zur Welt.

Diese Homepage dient nicht der kommerziellen Vermarktung von Tieren, sondern stellt lediglich eine Informationsplattform dar. Grundlegende Fragen , die du dir vor der Anschaffung eines Tieres stellen solltest, und konkrete Abgabeinformationen findest du über nachfolgenden Button. 
Bei Interesse an unseren derzeitigen oder zukünftigen Babys wende dich bitte persönlich an mich.

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